Cäsar Prof. Dr. Klaus Grewe
Vorträge, Führungen und Exkursionen
Der Römerkanal-Wanderweg. Der Römerkanal-Wanderweg.
 

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Auch für die nächste Zeit sind einige hochinteressante Vorträge und Führungen von mir geplant. Alle nachfolgend aufgeführten Vorträge sind öffentlich und Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.

Viadukt.

Soeben erschienen:

Klaus Grewe, Recent Developments in Aqueduct Research.

Mouseion, Series III, Vol. 16 Supplement 2 (2019) 191-223.

 

Zusammenfassung / Abstract / Résumé

Der antike Ingenieurgeist ist geprägt von einem erstaunlichen Pragmatismus. Die Ergebnisse von Höhen-, Winkel- und Streckenmessungen – zum Beispiel im Aquäduktbau – zeugen von einer Präzision, die uns heute noch staunen lässt. Mit einfachen Vermessungsgeräten wurden Genauigkeiten erreicht, die selbst modernen Ansprüchen standhalten würden. Durch intensive Forschungen in den letzten Jahrzehnten konnten die aus antiken Quellen überlieferten Vermessungsgeräte Chorobat und Groma rekonstruiert und deren Anwendung entschlüsselt werden. Das Ergebnis lässt nur eine Bewertung römischer Ingenieursarbeit zu: Einfach und genial – einfach genial!

The engineering spirit of antiquity is marked by astonishing pragmatism. The results of the measurement of elevations, angles, and distances in the construction of aqueducts, for example, show a precision that amazes us even today. With simple surveying instruments, the ancients achieved an accuracy that would satisfy even modern requirements. Intensive research over the past decades has led to the reconstruction and to an understanding of the handling of the chorobates and the groma, two surveying instruments mentioned in ancient sources. The results permit only one possible verdict on Roman engineering: simple and ingenious—simply genius.

L’esprit technique de l’Antiquité est marqué par un pragmatisme stupéfiant. Les résultats de la mesure des élévations, des angles et des distances dans la construction des aqueducs, par exemple, montrent un degré de précision qui nous étonne encore aujourd’hui. À l’aide d’instruments d’arpentage simples, les anciens obtenaient des données exactes qui satisferaient même aux exigences modernes. Au cours des dernières décennies, un travail de recherche intensif a permis la reconstruction et une meilleure compréhension du fonctionnement du chorobate et de la groma, deux instruments d’arpentage mentionnés dans les sources anciennes. Au vu des résultats, un seul verdict peut être posé sur l’ingénierie romaine : simple et ingénieuse – simplement géniale.


Viadukt.

Lichtbildervortrag

Sonntag, 17. November 2019 um 15:00 Uhr: 

Limeskastell Pohl

Veranstalter: Limeskastell Pohl

»Technologietransfer - Was von römischer Ingenieurkunst geblieben ist«


Eine der spannenden Fragen der Technikgeschichte ist die nach dem Transfer technischen Wissens aus der Antike über das Mittelalter bis in unsere Zeit. An ausgesuchten Beispielen wird sichtbar, dass es im frühen Mittelalter sehr wohl Wege und Möglichkeiten gab, technisches Wissen zu erhalten. In den frühen Kirchen und Klöstern - später in den Burgen - sind gerade auf dem Gebiet der Wasserversorgung Lösungen erkennbar, die einen Anschluss an die technischen Leistungen der Antike belegen. In vielen Beispielen lässt sich der "rote Faden" erkennen, der diesen Weg des Techniktransfers sichtbar macht.

Besonders deutlich wird das am Beispiel der frühchristlichen Kirchen, in denen an besonderen Festtagen die Taufe vollzogen wurde. Da man nach frühchristlichem Ritus in fließendem Wasser taufte, musste in den Taufkirchen die entsprechende Technik der Wasserversorgung vorhanden sein. Da nimmt es nicht wunder, dass manche Taufbecken in den spätantiken und frühmittelalterlichen Kirchen an bestehende römische Wasserleitungen angeschlossen waren. Die Wasserversorgung antiker öffentlicher Brunnen oder auch von Villae rusticae wurde umgewidmet und diente fortan der Submersionstaufe. Beispiele dafür finden  sich nicht nur in Italien, sondern auch in Frankreich und Deutschland.

Goslar, MarktbrunnenNeben dieser mehr pragmatischen Lösung der Wasserversorgung im kleinen Maßstab, lässt sich durchaus auch Wissenstransfer im Bereich größerer mittelalterlicher Ingenieurbauten wiederfinden. Es sei nur auf die großartigen Leistungen der mittelalterlichen Mönche für ihre Klöster hingewiesen. Auch die Anstrengungen beim Ausbau von Wasserversorgungen in den Burgen des Mittelalters zeigen in einigen Fällen hochtechnische Lösungen.

In diesen Leistungen wird oftmals ein Maß an Pragmatismus, aber durchaus auch an Genialität sichtbar, das man für die nachrömische Zeit nicht unbedingt vermuten würde. Es lässt sich erkennen, dass auch diese technischen Lösungen römische Wurzeln haben, denn es wird in ihnen vielerorts durch Vitruv vermitteltes antikes Wissens sichtbar.

Foto: Goslar, Marktbrunnen (12./13. Jahrh.). Neben der Gusstechnik der Brunnenschalen ist die Technik der Wasserzuführung bemerkenswert  (K. Grewe)

Aquädukt

Kostenlose Sonderführungen


»Das neue Römerkanal-Infozentrum ist eröffnet«

Römerkanal-Infozentrum, Rheinbach, Himmeroder Hof

Kuratorenführungen

Das neue Römerkanal-Infozentrum stellt sich vor. Der Kurator der Ausstellung, Prof. Dr. Klaus Grewe, führt durch das Römerkanal-Infozentrum und erläutert die neuesten Ergebnisse der Römerkanalforschung: Ein Streifzug durch die technische Welt der Antike mit einem ganz besonderen Blick auf die römische Eifelwasserleitung – immerhin die drittlängste Wasserleitung, die von den römischen Ingenieuren je gebaut worden ist. Die volkstümlich „Römerkanal“ genannte Wasserleitung ist mit ihren 95,4 km Länge und einer Tagesleistung von 20 Millionen Liter besten Trinkwassers ein Glanzlicht römischen Ingenieurbaus. Aber auch die großartigen Brücken, Tunnel und Druckleitungen in anderen Aquädukten im Imperium Romanum sind in dieser Ausstellung thematisiert.

Köln Blick in die AusstellungDie Eifelwasserleitung, die vermutlich zwischen 80/90 n. Chr. gebaut wurde, hatte nach etwa 190 Betriebsjahren ausgedient und verfiel. Das Mittelalter bediente sich ihrer dann als Steinbruch, wobei das Kanalmauerwerk als Baumaterial recycelt wurde. Ganz besonders begehrt war aber die Kalkablagerung in der Leitung, die als „Aquäduktmarmor“ für die Ausschmückung der romanischen Kirchen hochbegehrt war. Auch im repräsentativen Burgenbau bediente man sich dieses Materials in halb Europa. Das Römerkanal-Infozentrum zeigt die wohl umfangreichste Sammlung von Aquäduktmarmor.

Mit dieser Repräsentation römischer Technik steht das Rheinbacher Römerkanal-Infozentrum ziemlich einzig da. Prof. Grewe, der die römischen Aquädukte – und dabei besonders die Eifelwasserleitung – mehr als 40 Jahre lang erforscht hat, präsentiert im Rahmen von Kuratorenführungen das ganze Spektrum römischen Aquäduktbaus.

Termine der Kuratorenführungen:

Sonntag, 17. November 2019 um 11:00 Uhr

Sonntag, 19. Januar 2020 um 11:00 Uhr

Sonntag, 16. Februar 2020 um 11:00 Uhr

 

Der Eintritt ist frei! (Spenden für das Römerkanal-Infozentrum sind willkommen.) Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bei den Kuratorenführungen wird um Anmeldung im Römerkanal-Infozentrum gebeten (Tel. 02226 917 502 oder 501).

www.roemerkanal@stadt-rheinbach.de

Foto: Blick in die Ausstellung im Römisch-Germanischen Museum Köln (K. Grewe)

Viadukt.



Lichtbildervortrag

Dienstag, 8. Oktober 2019 um 19:00 Uhr: 

Römerkanal-Infozentrum (Glasmuseum) Rheinbach, Himmeroder Hof

Eine Veranstaltung des Freundeskreis Römerkanal e.V. und der VHS Voreifel

»Pfusch am Bau schon bei den Römern?«

Die Frage ist absichtlich provokativ gestellt! Denn eigentlich liegt die Antwort doch auf der Hand: Natürlich hat es auch im antiken Bauwesen schon Pfusch gegeben, denn es gab doch zu allen Zeiten geldgierige und unverlässliche Menschen, warum soll es die unter den römischen Ingenieuren nicht geben haben? Aber gibt es dafür auch Beweise? Oder beweisen die erhaltenen Bauwerksreste aus antiker Zeit bei genauer Betrachtung genau das Gegenteil? Oder liegt auch hier – wie so oft – die Wahrheit in der Mitte?

osbecken LessenichBezüglich der Erforschung der technischen Bauwerke macht sich ein Mangel besonders bemerkbar: Baupläne oder auch  nur Ideenskizzen haben sich aus antiker Zeit nicht erhalten. Wer also den Schlüssel zu den Bauwerken finden will, wer die Grundideen oder Konzepte der antiken Baumeister finden will, muss praktisch in deren Rolle hineinschlüpfen. Er muss also die Entwicklung der Bauwerke von der Planung bis zur Bauausführung mit modernen Hilfsmitteln, aber in der Sichtweise des antiken Ingenieurs nachvollziehen.

Der Referent hat sich den antiken Bauwerken aus einem völlig neuen Blickwinkel genähert. Selbst Diplomingenieur und promovierter Archäologe hat er die antiken Bauwerke mit modernstem Instrumentarium aufgemessen, um in den daraus entstandenen Plänen nach dem Bauwerkscode zu suchen. Die Grundidee dabei war, über Unregelmäßigkeiten oder Bauwerksabnormitäten und die daraus resultierenden Korrekturstellen, in die Gedankenwelt des antiken Baumeisters einzusteigen. Das Ergebnis dieser Forschungen ist überraschend.

Foto: Stufe in der Leitungssohle bei Mechernich-Lessenich - Messfehler oder Ergebnis eines genialen Vermessungsverfahrens? (K. Grewe)

Aquädukt

st inzwischen enträtselt worden. Aquädukte – von Laien und Fachleuten gleichermaßen bewundert – sind Zeugen großer Technik einer längst vergangenen Epoche!


   

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