2025 
Cäsar Prof. Dr. Klaus Grewe
Vorträge, Führungen und Exkursionen
Der Römerkanal-Wanderweg. Der Römerkanal-Wanderweg.
 

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Auch für die nächste Zeit sind einige hochinteressante Vorträge und Führungen von mir geplant. Alle nachfolgend aufgeführten Vorträge sind öffentlich und Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.


Aquädukt

Geplante Veranstaltungen:

Vortrag zur Ausstellung „Eifelland – Wasserland“

Wasserwirtschaft in der Eifel von der Römerzeit bis in das Mittelalter

Donnerstag, 9. Juli 2026, 19 Uhr
im Kulturzentrum Himmeroder Hof in Rheinbach

mit Prof. Dr. Klaus Grewe

NohnJedes Kind kennt den Römerkanal, die berühmte Wasserleitung, die in römischer Zeit das damalige Köln mit Trinkwasser versorgte. Wer nun glaubt, mit dem Ende der Römerzeit wäre auch mit den großartigen Ingenieurbauten in der Eifel Schluss gewesen, der muss sich eines Besseren belehren lassen.

Betrachtet man die Zeitspanne der 1000 Jahre bis zum Beginn der Neuzeit, so fällt auf, dass nördlich der Alpen zwar insgesamt nur vier Tunnel gebaut worden sind, davon aber allein zwei in der Eifel: Der Fulbertstollen von Maria Laach ist eine frühe Hochwasserschutzmaßnahme des am Laacher See gelegenen Benediktinerklosters. Er könnte dem Blankenheimer Wasserleitungs-Tunnelbau des Jahres 1468/69 als Vorbild gedient haben. Dort ging man aber noch einen Schritt weiter und konzipierte außerdem eine hochtechnische Druckleitung zur Wasserversorgung der Burg.

So liegt ein hochinteressantes Gewebe technischen Wissens über dieser wunderschönen Eifellandschaft. Dessen Betrachtung liegt wie ein Bilderbuch vor uns – man muss nur darin blättern, um sich in den Bann dieser Technikgeschichte ziehen zu lassen!


Veranstalter:  freundeskreis-roemerkanal.de

Foto: Wasserfall Nohn (K. Grewe)

Dieser Vortrag findet als Ergänzung zur Ausstellung  "Eifelland - Wasserland" im Foyer der Kreissparkasse Köln, Regional-Filiale Rheinbach, Am Bürgerhaus 1-3, 53359 Rheinbach vom 3. bis 30. Juli 29026 statt.
Bitte beachten Sie: Der Vortrag findet nicht in der Kreissparkasse, sondern im Kulturzentrum Himmeroder Hof in Rheinbach statt!






Aquädukt

Der schöne Stein vom Rhein

Vom Kalksinter der römischen Eifelwasserleitung zum Aquäduktmarmor

romanischer Kirchen

Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Klaus Grewe


am Dienstag, den 29. September 2026 um 18:00 Uhr für den Geschichtsverein des Kreises Euskirchen im Casino Euskirchen, Kaplan-Kellermann- Straße 1

und

am Donnerstag, den 26. November 2026 um 19:00 Uhr in den Römerthermen / Museum der Badekultur, Zülpich, Mühlenberg 7

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur53909 Zülpich

Vor fast zweitausend Jahren – vermutlich zwischen 80 und 90 n. Chr. – hatten die Römer ihre große Eifelwasserleitung gebaut, um ihre Colonia Claudia Ara Agrippinensium, das heutige Köln, tagtäglich mit 20 Millionen Liter reinsten Quellwassers zu versorgen. Da die Quellen dieses Aquäduktes in der Nordeifel schön verteilt im Gebiet der Sötenicher Kalkmulde lagen, lieferten sie entsprechend kalkhaltiges Wasser. Das wiederum führte zu Ablagerungen, die durch Ausfällung des Kalkes beim Transport des Wassers entstanden – ein Vorgang, der den Verkalkungen in der häuslichen Kaffeemaschine sehr ähnlich ist. In der Eifelwasserleitung waren im Laufe der fast zweihundertjährigen Betriebszeit bis zu 30 cm starke Versinterungsschichten entstanden, die den Durchlauf des Wassers allerdings nicht behinderten, da die Römer mit großem Querschnitt – also auf „Zuwachs“ – gebaut hatten.

  Im hohen Mittelalter hat man diesen seltenen Stein gebrochen, da sich unter der Hand von Steinmetzen daraus marmorähnliche Säulen, Altarplatten usw. herstellen ließen. Wegen seines wunderschönen Farbenspiels und seiner feinen Marmorierung wurde der Aquäduktmarmor zum begehrten Schmuckstein der Romanik. Werkstücke aus diesem Material finden sich in fast allen romanischen Kirchen des Rheinlandes und weit darüber hinaus. Selbst Kirchen in den Niederlanden, in England und Dänemark sind mit Aquäduktmarmor aus der Eifel verschönert worden.

Aquädukt


Vortrag

Donnerstag, 12. November 2026, 19 Uhr

im Ratssaal im Kulturzentrum Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, Rheinbach 


Licht am Ende des Tunnels

mit Prof. Dr. Klaus Grewe

Veranstalter:  freundeskreis-roemerkanal.de


„Patientia – Virtus – Spes!“ – Geduld, Tatkraft und Zuversicht, so beschrieb der römische Ingenieur Nonius Datus
im 2. Jahrhundert n. Chr. die Tugenden eines Tunnelbauers. Er wusste um die besonderen Probleme dieser CevlikIngenieursdisziplin und tatsächlich sind die Schwierigkeiten der unterirdischen Trassenführung in fast jedem historischen Tunnelbau erkennbar. 

Da Tunnelbaupläne oder -skizzen nicht erhalten sind, muss deren Konzeption aus den Bauwerken selbst abgelesen werden. Anhand von Arbeitsspuren war es möglich, die Strategien der antiken Baumeister bezüglich der Planung und Trassierung zu entschlüsseln. 

Es ist als großartige Leistung der antiken und mittelalterlichen Ingenieure zu werten, dass allen Schwierigkeiten zum Trotz kein Tunnelbau unvollendet blieb! Der Vortrag beleuchtet die rund 3000-jährige Geschichte des Tunnelbaus: vom ersten Großtunnel, gebaut unter König Hiskias um 700 v. Chr. in Jerusalem, und dem berühmten Eupalinos-Tunnel auf Samos über die großartigen Bauwerke der Römer bis zu den wenigen Tunnelbauten des Mittelalters. Im frühen Industriezeitalter wurde der Tunnelbau unverzichtbar, weil die Eisenbahntrassen in schwierigem Gelände nicht ohne Tunnel zu realisieren waren. 

Veranstaltungsort:  Ratssaal im Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, Rheinbach 

Römischer Flußumleitungstunnel bei Antakya (Türkei)

Foto: K. Grewe

Aquädukt

Goethe-Gesellschaft Bonn

Donnerstag, den 3. Dezember 2026 um 19:00 Uhr

in der Volkshochschule Bonn, Mülheimer Platz 1, 53111 Bonn

»Der Fulbert-Stollen von Maria Laach im Spiegel der Geschichte des Tunnelbaus«

Powerpointpräsentation von Prof. Dr. Klaus Grewe

 

Fulbert-Stol

Tunnelbau ist eine enorm schwierige Disziplin des Ingenieurbaus. In den tausend Jahren vom Ende der Römerzeit bis zum Beginn der Neuzeit sind nördlich der Alpen ganze vier Tunnel gebaut worden. Einer davon ist der vermutlich unter dem Maria


Laacher Abt Fulbert (1152 bis 1177) gebaute Tunnel zur Hochwasserentlastung am Laacher See. Das Bauwerk zeugt von einem hohen Stand des technischen Wissens der Mönchsingenieure dieser Zeit. Vorbilder waren sicherlich die unter den Römern gebauten Tunnel in Mittelitalien, die wiederum von etruskischen Bauwerken oder den noch früher gebauten Qanaten im alten Iran beeinflusst waren.

 Da Tunnelbaupläne oder -skizzen nicht erhalten sind, muss die Konzeption der Tunnelbauten aus den Bauwerken selbst abgelesen werden. Im Vortrag wird die rund 3000jährige Geschichte des Tunnelbaus beleuchtet. Vom ersten Großtunnel der Geschichte – unter König Hiskias um 700 v. Chr. in Jerusalem gebaut – und dem berühmten Eupalinos-Tunnel auf Samos über die großartigen Bauwerke der Römer bis zu den wenigen Tunnelbauten des Mittelalters spannt sich der Bogen eines packenden Themas der Technikgeschichte.

(Fulbert-Stollen, Maria Laach (Foto: K. Grewe)

Aquädukt

»Das Römerkanal-Infozentrum ist wieder geöffnet

Römerkanal-Infozentrum, Rheinbach, Himmeroder Hof

Das neue Römerkanal-Infozentrum stellt sich vor. Der Kurator der Ausstellung, Prof. Dr. Klaus Grewe, führt durch das Römerkanal-Infozentrum und erläutert die neuesten Ergebnisse der Römerkanalforschung: Ein Streifzug durch die technische Welt der Antike mit einem ganz besonderen Blick auf die römische Eifelwasserleitung – immerhin die drittlängste Wasserleitung, die von den römischen Ingenieuren je gebaut worden ist. Die volkstümlich „Römerkanal“ genannte Wasserleitung ist mit ihren 95,4 km Länge und einer Tagesleistung von 20 Millionen Liter besten Trinkwassers ein Glanzlicht römischen Ingenieurbaus. Aber auch die großartigen Brücken, Tunnel und Druckleitungen in anderen Aquädukten im Imperium Romanum sind in dieser Ausstellung thematisiert.

Köln Blick in die AusstellungDie Eifelwasserleitung, die vermutlich zwischen 80/90 n. Chr. gebaut wurde, hatte nach etwa 190 Betriebsjahren ausgedient und verfiel. Das Mittelalter bediente sich ihrer dann als Steinbruch, wobei das Kanalmauerwerk als Baumaterial recycelt wurde. Ganz besonders begehrt war aber die Kalkablagerung in der Leitung, die als „Aquäduktmarmor“ für die Ausschmückung der romanischen Kirchen hochbegehrt war. Auch im repräsentativen Burgenbau bediente man sich dieses Materials in halb Europa. Das Römerkanal-Infozentrum zeigt die wohl umfangreichste Sammlung von Aquäduktmarmor.

Mit dieser Repräsentation römischer Technik steht das Rheinbacher Römerkanal-Infozentrum ziemlich einzig da. Prof. Grewe, der die römischen Aquädukte – und dabei besonders die Eifelwasserleitung – mehr als 40 Jahre lang erforscht hat, präsentiert im Rahmen von Kuratorenführungen das ganze Spektrum römischen Aquäduktbaus.

Foto: Blick in die Ausstellung im Römisch-Germanischen Museum Köln

Kuratorenführungen auf Anfrage:

bei Frau Stefanie Scherer

(Tel. 02226 917 554).
roemerkanal@stadt-rheinbach.de

Infos.: https://www.roemerkanal.de/infozentrum  und  http://www.freundeskreis-roemerkanal.de/

Viadukt.


   

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