2025 
Cäsar Prof. Dr. Klaus Grewe
Vorträge, Führungen und Exkursionen
Der Römerkanal-Wanderweg. Der Römerkanal-Wanderweg.
 

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Archäologische Wanderwege im Rheinland.

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Auch für die nächste Zeit sind einige hochinteressante Vorträge und Führungen von mir geplant. Alle nachfolgend aufgeführten Vorträge sind öffentlich und Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.


Aquädukt

Geplante Veranstaltungen:

In Zusammenarbeit mit der VHS-Voreifel, dem Freundeskreis Römerkanal e.V. und der Kreativitätsschule Morenhoven e.V.

 

Archäologie vor Ort

mit Prof. Dr. Klaus Grewe

Samstag, den 25. April 2026, um 14:00 Uhr

(Treffpunkt am Eisernen Mann, keine Anmeldung erforderlich, gebührenfrei, Spenden willkommen)

Der Eiserne Mann im Kottenforst und der Ausbruchgraben der römischen Eifelwasserleitung

Anschließend „Römer-Biwak“ des HVV Buschhoven

Beide Besuchsobjekte dieses spannenden Programms haben eigentlich nichts miteinander tun – obwohl: Erich von Däniken hat 1972 in seiner Publikation „Aussaat und Kosmos“ beide Objekte ziemlich willkürlich miteinander verflochten und für viel Verwirrung gesorgt. Eine archäologische Ausgrabung durch K. Grewe sollte allerdings Einiges wieder in Ordnung bringen. Danach hatte der mysteriöse Eisenbarren als Grenzpfahl (1625) und später als Hauptvermessungspunkt beim Ausbau der Schneisen zwischen Augustusburg in Brühl und Herzogsfreude in Röttgen (1727) Verwendung gefunden.

Eiserner MannTextfeld: Ausgrabung des Eisernen Mannes im Jahre 1974Die Trasse des Römerkanals verläuft unweit des Eisernen Mannes und ist in ihrem Verlauf gut zu verfolgen: Einige Aufschlüsse zwischen Buschhoven und Brenig belegen den Verlauf, sonders aber der lange gewundene Ausbruchgraben, der im Mittelalter durch Steinausbeutung für die Klöster, Kirchen und Burgen der Umgebung gedient hat. Wir schauen uns ein besonders eindrucksvolles Stück dieses Ausbruchgrabens an, bevor wir uns auf den Weg zum Römer-Biwak des HVV Buschhoven am Rand des Kottenforstes beim Forsthaus Buschhoven machen.Römerkanal-Ausbruchgraben

 


Textfeld: Ausbruchgraben der Eifelwasserleitung im Kottenforst


Aquädukt


Der schöne Stein vom Rhein

Vom Kalksinter der römischen Eifelwasserleitung zum Aquäduktmarmor romanischer Kirchen

Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Klaus Grewe


am Mittwoch, den 14. Januar 2026 um 19:00 Uhr in Bremen
Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen
(Olbers-Saal)

und am Mittwoch, den 21. Januar 2026 um, 19:00 Uhr im Eifelmuseum Blankenheim

 

 Vor fast zweitausend Jahren – vermutlich zwischen 80 und 90 n. Chr. – hatten die Römer ihre große Eifelwasserleitung gebaut, um ihre Colonia Claudia Ara Agrippinensium, das heutige Köln, tagtäglich mit 20 Millionen Liter reinsten Quellwassers zu versorgen. Da die Quellen dieses Aquäduktes in der Nordeifel schön verteilt im Gebiet der Sötenicher Kalkmulde lagen, lieferten sie entsprechend kalkhaltiges Wasser. Das wiederum führte zu Ablagerungen, die durch Ausfällung des Kalkes beim Transport des Wassers entstanden – ein Vorgang, der den Verkalkungen in der häuslichen Kaffeemaschine sehr ähnlich ist. In der Eifelwasserleitung waren im Laufe der fast zweihundertjährigen Betriebszeit bis zu 30 cm starke Versinterungsschichten entstanden, die den Durchlauf des Wassers allerdings nicht behinderten, da die Römer mit großem Querschnitt – also auf „Zuwachs“ – gebaut hatten.

  Im hohen Mittelalter hat man diesen seltenen Stein gebrochen, da sich unter der Hand von Steinmetzen daraus marmorähnliche Säulen, Altarplatten usw. herstellen ließen. Wegen seines wunderschönen Farbenspiels und seiner feinen Marmorierung wurde der Aquäduktmarmor zum begehrten Schmuckstein der Romanik. Werkstücke aus diesem Material finden sich in fast allen romanischen Kirchen des Rheinlandes und weit darüber hinaus. Selbst Kirchen in den Niederlanden, in England und Dänemark sind mit Aquäduktmarmor aus der Eifel verschönert worden.

Aquädukt

Antike Aquädukte –

Technische Weltwunder voller Schönheit und Rätsel  

Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Klaus Grewe


am Donnerstag, den 22. Januar 2026 um 19:00 Uhr in Zülpich
(Römerthermen Zülpich -Museum der Badekultur)
Andreas- Broicher-Platz 1, 53909 Zülpich

Spricht man von antiken Aquädukten, so denkt man sofort an den Pont du Gard. Als kühnes Bauwerk von 50 m Höhe überspannt er den Gardon, um kostbares Trinkwasser in das antike Nîmes zu transportieren. Aber derartige Bauwerke gab es in der Antike viele – sie beeindrucken uns überall im ehemaligen Imperium Romanum. Bezüglich der Erforschung dieser technischen Bauwerke macht sich aber ein Mangel besonders bemerkbar: Baupläne oder auch nur Ideenskizzen haben sich aus antiker Zeit nicht erhalten. Wer also den Schlüssel zu den Bauwerken finden will, wer die Grundideen oder Konzepte der antiken Baumeister finden will, muss praktisch in deren Rolle hineinschlüpfen. Er muss die Entwicklung der Bauwerke von der Planung bis zur Bauausführung mit modernen Hilfsmitteln, aber in der Sichtweise des antiken Ingenieurs nachvollziehen.

Da bleibt es nicht aus, dass wir bei der Betrachtung römischer Aquädukte oftmals große RätsNimesel vor uns haben, die auch bei eingehender Betrachtung durchaus Fragen offen lassen: Warum hat der Pont du Gard eigentlich drei Stockwerke? Anderenorts finden wir deren doch immer nur zwei! Was sollen uns die merkwürdigen Ziegelmarken an den Aquäduktpfeilern von Minturnae sagen? Ohne Grund wird man sie doch nicht angebracht haben! Und warum verlaufen in der Eifel zwei Kanaltrassen im Meterabstand dicht beieinander durch die Landschaft? Rätsel über Rätsel!

Im Vortrag gehen wir diesen und anderen Fragen zu den technischen Meisterwerken der Antike nach und werden zu Lösungen kommen. Und eins ist sicher: Danach werden wir mit noch größerer Bewunderung auf diese Bauwerke schauen.

 

Aquädukt

»Das Römerkanal-Infozentrum ist wieder geöffnet

Römerkanal-Infozentrum, Rheinbach, Himmeroder Hof

Das neue Römerkanal-Infozentrum stellt sich vor. Der Kurator der Ausstellung, Prof. Dr. Klaus Grewe, führt durch das Römerkanal-Infozentrum und erläutert die neuesten Ergebnisse der Römerkanalforschung: Ein Streifzug durch die technische Welt der Antike mit einem ganz besonderen Blick auf die römische Eifelwasserleitung – immerhin die drittlängste Wasserleitung, die von den römischen Ingenieuren je gebaut worden ist. Die volkstümlich „Römerkanal“ genannte Wasserleitung ist mit ihren 95,4 km Länge und einer Tagesleistung von 20 Millionen Liter besten Trinkwassers ein Glanzlicht römischen Ingenieurbaus. Aber auch die großartigen Brücken, Tunnel und Druckleitungen in anderen Aquädukten im Imperium Romanum sind in dieser Ausstellung thematisiert.

Köln Blick in die AusstellungDie Eifelwasserleitung, die vermutlich zwischen 80/90 n. Chr. gebaut wurde, hatte nach etwa 190 Betriebsjahren ausgedient und verfiel. Das Mittelalter bediente sich ihrer dann als Steinbruch, wobei das Kanalmauerwerk als Baumaterial recycelt wurde. Ganz besonders begehrt war aber die Kalkablagerung in der Leitung, die als „Aquäduktmarmor“ für die Ausschmückung der romanischen Kirchen hochbegehrt war. Auch im repräsentativen Burgenbau bediente man sich dieses Materials in halb Europa. Das Römerkanal-Infozentrum zeigt die wohl umfangreichste Sammlung von Aquäduktmarmor.

Mit dieser Repräsentation römischer Technik steht das Rheinbacher Römerkanal-Infozentrum ziemlich einzig da. Prof. Grewe, der die römischen Aquädukte – und dabei besonders die Eifelwasserleitung – mehr als 40 Jahre lang erforscht hat, präsentiert im Rahmen von Kuratorenführungen das ganze Spektrum römischen Aquäduktbaus.

Foto: Blick in die Ausstellung im Römisch-Germanischen Museum Köln

Kuratorenführungen auf Anfrage:

bei Frau Stefanie Scherer

(Tel. 02226 917 554).
roemerkanal@stadt-rheinbach.de

Infos.: https://www.roemerkanal.de/infozentrum  und  http://www.freundeskreis-roemerkanal.de/

Viadukt.


   

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